Welche Untersuchungen sollten bei Erkrankungen der Harnwege durchgeführt werden?

Meistens finden sich Gründe, die eine Erkrankung der Harnwege oder der harnableitenden Wege verursachen (z. B. Harngrieß oder -steine, Bakterien). Es ist daher neben der üblichen Blutuntersuchung (inkl. klinischer Chemie) unbedingt erforderlich, nachfolgende Untersuchungen bei Ihrem Tierarzt durchführen zu lassen:

  • Eine detaillierte Urinuntersuchung: Harnstatus inkl. Sediment (stellt den pH-Wert fest, das spez. Gewicht, weist Tripelphosphate, Kristalle oder Struvitsteine im Urin nach)
     
  • Eine kulturelle Untersuchung des Harns (untersucht, ob Keime, Pilze oder andere Bakterien vorhanden sind)
     
  • Wenn Keime im Urin festgestellt wurden, dann unbedingt, nötigenfalls auch nachträglich, ein Antibiogramm anfordern (damit Ihre Katze gleich das richtige Antibiotikum bekommt und dieses nicht durch ausprobieren mehrerer Antibiotika herausgefunden werden muss, was a) viel teurer ist, als ein Antibiogramm kostet und b) die Nieren Ihrer Katze erheblich belasten würde!)
     
  • Eine Röntgenaufnahme der Blase (um Oxalatsteine auszuschließen, die mit einer Urinuntersuchung nicht festgestellt werden können) und/oder eine eingehende Ultraschalluntersuchung (ggf. mit Kontrastmittel), um z.B. auch Tumore auszuschließen.
     
  • Und wenn Ihre Katze schon häufiger bzw. länger mit immer wiederkehrenden Blasenentzündungen zu kämpfen hat, dann lassen Sie aus dem Urin am Besten gleich das Eiweiß-Kreatinin-Verhältinis bestimmen, der sogenannte U-P/C-Frühdiagnostik-Nierenfunktionstest, der erkennt, ob die Nieren Ihrer Katze schon in Mitleidenschaft gezogen wurden. Diesen Test müssen Sie zusätzlich beauftragen, er ist nicht Bestandteil der normalen Urinuntersuchung (Harnstatus)

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Letzte Aktualisierung: Freitag, 16. November 2007

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